Münchhausen- Stellvertreter- Syndrom 
Kindesmißbrauch durch die eigene Mutter
Wenn Mütter als Kindesmißhandlerinnen entlarvt werden

 

Münchhausen-Syndrom


 

Das erweiterte Münchhausen-Syndrom

Das sogenannte erweiterte Münchhausen-Syndrom (engl.: Munchausen by proxy-syndrome) 
ist eine seltene Erkrankung, die insbesondere im englischsprachigen Raum (GB, USA) 
von Kinderärzten beschrieben wurde. Bisher wurde über etwa 130 Fälle berichtet.

Es handelt sich hierbei um eine schwere Störung, bei der Mütter an ihren Kindern 
Krankheitssymptome vortäuschen, künstlich erzeugen oder aber vorhandene 
Krankheitssymptome aggravieren (verstärken), das heißt sehr viel schlimmer darstellen, 
als sie eigentlich sind. Ihr Ziel ist es, die Krankenhausaufnahme der Kinder zu erreichen und 
in der Folge zahllose komplizierte medizinische Eingriffe, Operationen eingeschlossen, 
herbeizuführen. 
Die eigentlichen Patientinnen sind also die Mütter, wenngleich sie ihre Kinder zu Patienten machen.

Die «Methoden», deren sich diese Frauen bedienen, sind im Grunde die gleichen, wie sie schon 
bei den Münchhausen-Patienten selbst und bei den anderen Patientinnen mit heimlichen Selbstschädigungen beschrieben wurden. Die Mütter geben zum Beispiel falsche Daten und 
Informationen über die Krankheitszustände ihrer Kinder an und fälschen auch manchmal die Krankenakten.

Die häufigsten Erkrankungen, mit denen diese Kinder in Kliniken vorgestellt wurden, sind 
neurologische Erkrankungen (Neurologie:

Nervenheilkunde), darunter besonders oft hirnorganische Krampfanfälle (epileptische Anfälle). Vorgetäuschte oder erzeugte Erkrankungen anderer Bereiche waren am häufigsten immer 
wiederkehrende Durchfälle, Erbrechen, unklare Fieberzustände, Hautausschläge, Abszesse 
und anderes. Die Mütter geben den Kindern Medikamente wie Abführmittel und Brechmittel 
und erzeugen so bei den Kindern chronische Durchfälle und chronisches Erbrechen. 
Sie geben dem Urin ihrer Kinder ihr eigenes Blut oder Kot bei, manchmal fügen sie dem Urin 
auch Speichel, Salz oder Zucker zu und täuschen somit verschiedene Erkrankungen wie 
Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen vor.

Eine andere verbreitete Methode ist das Aufbringen von ätzenden Lösungen auf die Haut 
der Kinder, die wissentliche Gabe von Medikamenten oder Stoffen, auf die die Kinder 
allergisch (Allergie: Überempfindlichkeitsreaktion) reagieren, sowie die Manipulation von Fieberthermometern. Epileptische Anfälle werden erzeugt, indem die Mütter den Kindern 
die Luft mit der Hand abdrücken oder ihnen eine Plastiktüte überstülpen und Ähnliches.

Von allen bisher bekannt gewordenen Fällen waren die Krankheitssymptome der Kinder 
in 25 Prozent vorgetäuscht und in 75 Prozent aktiv erzeugt. 
Im Grunde handelt es sich um eine Sonderform der schweren Kindesmißhandlung, 
ie in hohem Maße schädigend für die Kinder ist und die nicht selten sogar zu tödlichen 
Komplikationen führt.

Wie bei erwachsenen Menschen mit Münchhausen-Syndrom wird die eigentliche Ursache 
der Erkrankung meistens erst nach einem langwierigen Krankheitsverlauf erkannt. 
Häufig haben die Kinder dann bereits Schäden davongetragen.

Die Mütter sind nach außen hin auffällig unauffällig. Sie lassen sich fast in allen Fällen mit 
in die Klinik aufnehmen, was heute in Kinderkliniken üblich geworden ist und eigentlich 
ja dem Wohle der Kinder dient. Beim Pflegepersonal fallen diese Mütter als besonders nett, 
besorgt und bemüht auf. Sie verstehen sich oft sehr gut mit dem Pflegepersonal und 
schließen nicht selten Freundschaften mit den Schwestern. 
Auffallend ist auch bei ihnen ein ausgeprägtes medizinisches Wissen.

Im weiteren Krankheitsverlauf fällt dann allerdings eine Diskrepanz zwischen der Schwere 
der Krankheitssymptome der Kinder und der Besorgtheit der Mütter auf. 
Die Behandlungen helfen nicht, und es entwickeln sich immer wieder neue Symptome. 
Irgendwann bemerkt das Pflegepersonal, daß die Symptome der Kinder sich bessern, 
wenn die Mütter nicht anwesend sind, im nachhinein wurde festgestellt, daß die Mütter 
ihren Kindern oft während des Klinikaufenthalts Schäden zufügen, zum Beispiel, indem sie 
in unbeobachteten Momenten den Kindern irgendwelche Lösungen oder Medikamente in 
die Infusionsschläuche einspritzen oder ihnen die Luft abdrücken, um damit epileptische 
Anfälle zu provozieren und Ähnliches.

Wenn man die Mütter mit dem Verdacht der Manipulation konfrontiert, verleugnen sie dies 
und streiten es vehement ab. Meistens brechen sie die Beziehung sofort ab, nehmen das 
Kind aus der Klinik, um sich in Kürze in einer anderen Klinik erneut aufnehmen zu lassen. 
Die Väter reagieren in gleicher Weise.

Immer wieder wurden Fälle beschrieben, in denen Kinder auch nach Konfrontation der Eltern 
und nach dem Versuch, den Vater zum Schutz des Kindes aktiv einzubeziehen, in der weiteren 
Folge starben. Daher plädieren die meisten Kinderärzte, die diese Erkrankung beschreiben, dafür, 
die Kinder unbedingt aus diesen Familien herauszunehmen und Entsprechendes auch für 
vorhandene Geschwister, die als hochgefährdet angesehen werden müssen, zu überlegen. 
In einigen Fällen wurden Familien beschrieben, bei denen mehrere Kinder gleichzeitig betroffen 
waren.

Auch dem erweiterten Münchhausen-Syndrom liegt eine komplizierte seelische Erkrankung 
zugrunde: Die Mütter, die daran leiden, sind nach außen hin zunächst einmal sehr unauffällig. 
Zu einem Drittel gehören sie medizinischen oder paramedizinischen Berufen an, das heißt, 
sie sind Krankenschwestern, medizinisch-technische Assistentinnen oder Röntgenassistentinnen. 
Sie erscheinen zunächst völlig normal und fallen durch ihre besondere Fürsorge und 
Freundlichkeit auf.

Sie haben eine Tendenz, bestimmte Gefühle völlig zu verneinen und abzuspalten, 
das heißt, diese Gefühle werden so behandelt, als ob sie überhaupt nicht vorhanden wären. 
Nur so kann man sich erklären, daß diese Mütter an ihren Kindern derart aggressive, 
beschädigende Handlungen vornehmen und gleichzeitig überaus fürsorglich und 
freundlich mit ihnen umgehen; so als ob zwei seelische Zustände nebeneinander 
existieren würden, ohne miteinander in Bezug zu treten und zu stehen.

Diese Tatsache macht die Erkrankung so schwerwiegend, weil den Müttern, ähnlich wie 
den Münchhausen-Patienten, nicht bewußt ist, wie krank sie sind, und sie dementsprechend 
kaum für eine psychotherapeutische Behandlung zugänglich sind. 
Wenngleich diese Frauen ihre Kinder zwar bewußt mißhandeln, muß man davon ausgehen, 
daß sie ihr Tun im Anschluß völlig verleugnen und verdrängen und selber glauben, 
daß sie diese Handlungen eigentlich nicht durchgeführt haben. 
Es ist, als ob sie zu einem bestimmten Bereich ihrer Seele keinen Zugang hätten.

Zehn Prozent dieser Frauen leiden selbst an einer heimlichen Selbstbeschädigung. 
In ihrer Vorgeschichte haben sie häufig selber körperliche oder seelische Mißhandlungen 
erlitten, und in Einzelfällen kommen auch in ihren Ehen körperliche Mißhandlungen 
durch den Ehepartner vor.

Mütter, die am erweiterten Münchhausen-Syndrom leiden, scheinen über die Erzeugung 
von Krankheitssymptomen an ihren Kindern eigene Bedürfnisse nach Zuwendung und 
Geborgenheit auszudrücken. Durch die Mitaufnahme in den Kliniken kommen sie ja 
ebenfalls in den Genuß ärztlicher und pflegerischer Zuwendung und Hilfe, also in den 
Genuß einer Art mütterlicher Atmosphäre des Krankenhauses. Gleichzeitig können sie 
sich als besonders fürsorgliche Mütter präsentieren, was ihnen möglicherweise eine 
Bestätigung ihres Selbstwertgefühls einbringt. Ähnlich wie bei Münchhausen-Patienten 
beschrieben, nimmt man eine Störung des Selbstwertgefühls im

Sinne eines minderwertigen Selbstwertgefühls für diese Frauen an.

Häufig wird dieses erweiterte Münchhausen-Verhalten durch Verlassenheitssituationen ausgelöst. 
Man nimmt an, daß durch solche Situationen frühe aggressive Impulse, die im Zusammenhang mit Zurückweisung oder Mißhandlungen der eigenen Eltern erlebt wurden, erneut aktiv und am Kind 
ausgelebt werden. 
Mit anderen Worten: Die betroffenen Frauen konnten und durften Reaktionen von intensiver Wut, 
die durch Mißhandlungs- und Verlassenheitssituationen ausgelöst wurden, nicht zeigen und ausleben. Dadurch sind ihre Möglichkeiten, aggressive Gefühle und Impulse auszudrücken, gestört. 
Wenn es nun im Erwachsenenalter zu ähnlichen Situationen kommt, können solche ehemals 
verdrängten Gefühle wieder aktiv werden. Aber auch jetzt werden sie nicht direkt, sondern 
über die Mißhandlungen an den Kindern ausgeführt. Dadurch werden unbewußt diese frühen traumatischen Erlebnisse inszeniert, das heißt, wie eine Art Theaterstück dargestellt, was als 
ein Bewältigungsversuch dieser Erlebnisse angesehen werden kann. Die Mütter fügen ihren 
Kindern das zu, was ihnen selbst geschehen ist, und drücken damit unbewußt ihre eigenen 
traumatischen Erlebnisse aus.

Häufig besteht zwischen diesen Frauen und ihren Kindern eine sehr enge Beziehung. 
Die Mütter können es nicht ertragen, wenn sich ihre Kinder aus dieser engen Beziehung lösen wollen. Umgekehrt erzählen die Kinder den Ärzten in den meisten Fällen nicht, daß die Mütter an ihnen beschädigende Handlungen vornehmen. Selbst ältere Kinder, denen schmerzhafte (!) Verletzungen zugefügt werden, verheimlichen dieses Verhalten ihrer Mütter und decken es.

Man nimmt an, daß es sich hier um eine krankhaft enge Beziehung zwischen Mutter und 
Kind handelt. 
Die Mütter erleben ihr Kind so, als wenn es Teil ihres Selbst wäre und nicht als eigenständigen, 
von
ihnen getrennten Menschen. 
Das Kind wird, obwohl es ein Eigenleben hat, wie eine Art Ding benutzt. 
Sie gebrauchen das Kind um ihr eigenes psychisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. 
Das erklärt auch, daß die Mütter, wenn sie mit ihrem Verhalten konfrontiert werden und 
nicht mehr mit Beziehungsabbruch reagieren können, nicht selten mit einem schweren seelischen Zusammenbruch, mit Depressionen und mit akuten Selbstmordimpulsen reagieren.

Die Väter der mißhandelten Kinder bzw. die Männer der mißhandelnden Frauen sind oft abwesend, 
zum Beispiel durch berufliche Reisen etc. 
Nur in Einzelfällen sind sie aktiv an der Mißhandlung des Kindes beteiligt. 
In den meisten Fällen bleiben sie im Hintergrund, unterstützen ihre Frauen aber passiv in 
ihrem Verhalten durch ein auffallendes «Nicht-Merken».

Deshalb setzt sich das erweiterte Münchhausen-Verhalten in diesen Familien auch fort, 
wenn die Väter eindringlich von den Ärzten über das Verhalten ihrer Ehefrauen und die 
damit verbundene ernsthafte Gefahr für ihre Kinder aufgeklärt worden sind. 
Die Väter sind also an der krankhaften Dynamik, an dem krankhaften Verleugnen beteiligt. 
Genaue psychologische Untersuchungen dieser Familien fehlen bislang.

Folgen für die Kinder

Zahlreiche seelische Störungen wurden bei derart mißhandelten Kindern beschrieben. 
Häufig leiden sie an Eßstörungen, an Niedergeschlagenheit, depressivem Rückzug, auch 
an einer Art Hyperaktivität oder an vielfältigen körperlichen Beschwerden.

Direkte Folgen sind natürlich zunächst die körperlichen Schäden, die durch die 
Beschädigungen entstehen und die durch die eigentlich ja nicht notwendigen ärztlichen 
Maßnahmen verursacht werden. Die Kinder können in zehn Prozent an den körperlichen 
Schäden sterben.

Außerdem haben diese Kinder aufgrund ihrer langen Krankenhausaufenthalte entsprechende 
Fehlzeiten in der Schule mit Folgeproblemen und sind von einem normalen sozialen 
Leben häufig isoliert. Im weiteren Verlauf kommt es zu Störungen des Körpererlebens 
und des Körperbildes. 
Die Kinder haben nur mangelndes Vertrauen in ihre körperlichen Funktionen, später lehnen 
sie ihren eigenen Körper oft ab, ähnlich wie man das auch bei anderweitig mißhandelten Kindern beobachten kann. 
Nicht selten treten später Störungen im Bereich des Sexuallebens auf.

Die Kinder erleben ihren Körper so, als ob er ihnen selbst eigentlich nicht wirklich gehört, 
sondern als ob er Eigentum der Mutter, der Erwachsenen und der Ärzte ist, von denen 
er in aggressiver Weise manipuliert werden kann.

 

 

aus: "Im Krieg mit dem Körper", S. 72-78

Annegret Eckardt

Rowohlt 1994


Gewalttätige Mutter darf sich bewähren.

 

5. Nachehelicher Unterhalt

 

Nr. 143 OLG Hamm - BGB § 1579 Nr.2

(6. FamS, Urteil v. 14. 2. 2001 - 6 UF 42/00)

Straftaten zu Lasten des eigenen ehelichen Kindes 
(hier: gefährliche Körperverletzung eines Säuglings) lassen einen nachehelichen 
Unterhaltsanspruch auch dann vollständig entfallen, wenn sie im Zustand verminderter 
Schuldfähigkeit begangen wurden.

(Leitsatz der Redaktion, "FamRZ", 4/2002)

 

Die Parteien streiten darum, ob ein Anspruch der geschiedenen Ehefrau auf nachehelichen  
Unterhalt aufgrund von Straftaten verwirkt ist.

Am 6. 8. 1996 schlossen die Parteien die Ehe. Am 10. 2. 1997 wurde die gemeinsame 
Tochter J. geboren. Diese wurde am Morgen des 6. 5. 1997 tot im Kinderbett gefunden. 
Die Todesursache konnte später nicht mehr aufgeklärt werden.

Am 3.2.1998 wurde der Sohn L. geboren. In der Folgezeit wurde der Säugling häufig wegen Atemstillstandes klinisch behandelt.

Wie im Rahmen des später gegen die AGg. gerichteteten Strafverfahrens festgestellt wurde, 
leidet sie unter einer Persönlichkeitstörung in Form des sog. Münchhausen-by-proxy-Syndroms. 
Dabei manipulieren und erzeugen fürsorglich erscheinende Mütter (seltener Väter) bei ihren 
Kindern Krankheitssymptome. Das Schwurgericht traf später folgende Feststellungen, 
die die AGg. nach ihrer Verurteilung nicht mehr in Abrede gestellt hat:

Am Abend des 11. 8. 1998 nutzte die AGg. die Abwesenheit des ASt., der ein Medikament 
für den Sohn aus der Apotheke holen wollte, um die Atemwege des Säuglings zu blockieren, 
bis er blau anlief. Sie beabsichtigte, sich als Mutter eines lebensbedrohlich erkrankten 
Säuglings mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Als der ASt. zurückkehrte, ließ sie von 
dem Kind ab und erklärte dem ASt., ihr Kind habe solange geschrien, bis es blau angelaufen sei. Blutergüsse waren an dem Kind nicht feststellbar, so daß die behandelnden Arzte später eine 
andere Form des Sauerstoffentzuges annahmen, etwa durch ein Kissen.

Am 18. 9. 1998 nutzte die AGg. erneut die Abwesenheit ihres Mannes, um dem Säugling die 
Atemwege zu blockieren, bis dieser ohnmächtig wurde. Sie selbst schrie laut, bis ihr 
Schwiegervater erschien. um das Kind zu beatmen. Die AGg. war enttäuscht, daß ihr 
Schwieger vater sich nur uns das Kind kümmerte. Sie entschloß sich deshalb, ihrem Kind 
nochmals die Atemwege zu blockieren, als ihr Schwiegervater das Kinderzimmer wieder verließ. 
Es gelang ihr, diesen Entschluß in die Tat umzusetzen, bis der Säugling abermals ohnmächtig 
wurde. 
Als ihr Schwiegervater zurückkehrte, verständigte dieser den Notarzt.

Wie das Schwurgericht später feststellte. verübte die AGg. die Straftaten aufgrund 
ihres Münchhausen-by-proxy-Syndroms im Zustand erheblich 
verminderter Schuldfähigkeit (§ 21 StGB).

Durch Beschluß v. 29.10.1998 ordnete das AmtsG die einstweilige Unterbringung der AGg. 
in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Seitdem leben die Parteien getrennt.

Aufgrund der oben beschriebenen Vorfälle beantragte der ASt. im November 1998 
die Scheidung.

Durch Urteil vom 2.12.1999, rechtskräftig seit dem 10.12.1999, verurteilte das Schwurgericht 
die AGg. wegen der Taten v. 11.8.1998 und 18.9.1998 wegen gefährlicher Körperverletzung 
in zwei Fällen zum Nachteil ihres Sohnes L. zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. 
Ferner ordnete das Schwurgericht die Unterbringung der AGg. in einem psychiatrischen 
Krankenhaus an. 
Die Vollstreckung der Maßregel wurde ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. 
Vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge zum Nachteil ihrer Tochter J. wurde 
die AGg. freigesprochen.

Durch Urteil v. 3. 2. 2000 hat das FamG die Ehe der Parteien geschieden. 
Die elterl. Sorge für L. wurde auf den ASt. übertragen. Das FamG begründete Versorgungsanwartschaften zugunsten der AGg. i. H. von 62.68 DM monatlich. 
Das Urteil ist inssoweit rechtskräftig seit dem 14.6.2000.

Am 4.8.2000 heiratete der ASt. erneut. Am 26.9.2000 wurde sein Sohn N. geboren.

In erster Instanz hat die AGg. monatlich 1.500 DM Unterhalt ab Rechtskraft der 
Scheidung verlangt. 
Das AmtsG hat den Anspruch als verwirkt angesehen.

Mit der hiergegen gerichteten Berufung verfolgt die AGg. einen Anspruch auf nachehelichen 
Unterhalt i. H. von 300 DM monatlich.

Entscheidungsgründe: Die Berufung ist unbegründet.

 

Kommentar vom Väternotruf:

Es ist schon erstaunlich, dass die Vollstreckung der Massregel für die Mutter zur Bewährung ausgesetzt wurde. Man stelle sich mal einen männlichen Sexualstraftäter vor, bei dem ein Schwurgericht nach einer lebensbedrohlichen Tat an einen Kind den Massregelvollzug zur Bewährung aussetzt. Aber der Tod durch die Hand einer Mutter scheint anscheinend so verlockend zu sein, dass man da einfach nicht nein sagen kann. Mal sehen, wie lange die Mutter bis zur nächsten "Münchhausenattacke" durchhält 

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